LA DOLCE VITA – eine Sommerhochzeit, die nach Italien schmeckte

Gastbeitrag von Elke Nehring - First Weddingplanner
Es war einer dieser Sommertage, an denen man schon beim Ankommen wusste: Heute wird es heiß. Auf dem weitläufigen Anwesen von Lena und Maximilian lag die Sonne über dem Park, unter den alten Bäumen warteten schattige Plätze und zwischen Palmen, Olivenbäumen und Zitronen hätte man für einen Moment vergessen können, dass wir uns mitten im Rheinland befanden.
La dolce Vita. Genau dieses Gefühl hatten wir uns für diesen Hochzeitstag gewünscht. Nicht als Motto, das überall zu lesen war. Sondern als roter Faden, den die Gäste sehen, fühlen und später auch schmecken sollten.
Naturweißes Leinen, warmes Holz, Olivgrün und dieses leuchtende Gelb frischer Zitronen zogen sich durch das gesamte Anwesen. Große Olivenbäume standen an der Poolterrasse, bei der Trauung und später am Dinnerzelt. Dazwischen Palmen, kleine Sitzplätze und immer wieder neue Perspektiven auf den Garten. Man musste eigentlich nur losgehen und schauen, wohin es einen zog.


Unter alten Bäumen noch einmal Ja sagen
Für die freie Trauung hatten wir einen der schönsten Plätze des Grundstücks gewählt. Unter den alten Bäumen stand der eckige Traubogen. Heller Stoff fiel locker über die Konstruktion, dazwischen Olivenzweige und sonnengelbe Zitronen. Davor die weißen Stühle und Sonnenschirme, die an diesem heißen Sommertag mehr als willkommen waren. Nicht jeder fand darunter Platz. Einige Gäste saßen in der Sonne, andere hatten sich an den Rand unter die schattenspendenden Bäume gestellt.
Zum Einzug von Lena und Maximilian erklang die Stimme von Hochzeitssängerin Karo Fruhner. Die beiden kamen gemeinsam über den Rasen und für die nächsten Minuten gehörte dieser Platz nur ihnen, ihrer kleinen Tochter und all den Menschen, mit denen sie diesen Tag teilen wollten.


Lena und Maximilian waren längst verheiratet. Einige Jahre zuvor hatten sie sich im engsten Kreis in den Bergen standesamtlich das Ja-Wort gegeben. Aber der Wunsch nach diesem großen Sommerfest war geblieben. Noch einmal Ja sagen. Dieses Mal unter alten Bäumen, mit ihrer Tochter und mit all den Menschen, die heute dabei sein sollten. Als das Brautpaar vorne angekommen war, übernahm Katrin von pretty words und verband die freie Trauung mit der Willkommensfeier für seine Tochter. Und diese? Sie lag die ganze Zeit zufrieden und entspannt in den Armen ihres Vaters.
Einige der kleineren Kinder hatten irgendwann ihre Stühle verlassen und sich einfach auf den Rasen gesetzt. Sie schauten von dort zu, standen wieder auf, setzten sich wieder hin. Niemand störte sich daran. Ich mag genau solche Bilder. Weil sie zeigen, dass eine Hochzeit mit vielen Kindern nicht weniger festlich sein muss. Sie darf ihnen nur den Raum geben, Kinder zu sein.


Zeit für Aperol, Eiswürfel auf der Sommerhochzeit
Nach der Trauung verteilten sich die Hochzeitsgäste über die Poolterrasse und den Garten. Karo Fruhners Stimme begleitete auch den Empfang und mischte sich mit den Gesprächen und dem Lachen der Gäste. In den Aperolgläsern klirrten die Eiswürfel, Orangenscheiben leuchteten im satten Orange und außen auf den kalten Gläsern sammelten sich feine Wassertropfen. Daneben frisch gezapftes Bier mit einer dichten Schaumkrone, so kalt, dass kleine Tropfen langsam am Glas herunterliefen.
Das Servicepersonal bewegte sich mit Tabletts durch die Gäste. Darauf kleine mediterrane Köstlichkeiten, manche in Gläschen angerichtet, andere wie feine Pralinen, die mit zwei Fingern genommen und gleich probiert werden konnten. Unter den Olivenbäumen standen kleine Gruppen zusammen, auf der Poolterrasse wurde angestoßen und an der Bar traf man sich auf ein Getränk und blieb noch für ein Gespräch.

Die bodenlangen Leinentischdecken an den Stehtischen bewegten sich im warmen Sommerwind und zwischen all dem Grün blitzte immer wieder das Gelb der Zitronen hervor.
Die Kinder hatten längst ihren eigenen Rhythmus gefunden. Einige verschwanden im Spielzelt mit Betreuung und Animation, andere hatten die Eistruhe entdeckt. Immer wieder lief eines von ihnen mit einem Eis in der Hand über den Rasen. Die Sonne stand noch hoch über dem Anwesen. Niemand hatte es eilig auf dieser Sommerhochzeit.


Drei lange Hochzeitstafeln und ein Meer aus Kerzen
Irgendwann zog es die Gäste vom Garten hinüber zum Dinnerzelt. Schon beim Hineingehen veränderte sich das Bild. Unter dem naturfarbenen Zeltdach standen drei lange braune Holztische mit den passenden Holzstühlen. Und obwohl draußen die Sonne noch über dem Anwesen stand, brannten auf den Tafeln bereits unzählige Kerzen.
Große und kleine Gläser, dazwischen Olivenzweige und immer wieder Gefäße, die mit leuchtend gelben Zitronen gefüllt waren erfüllten das Wedding Table Setting. Das warme Kerzenlicht spiegelte sich in den glänzend polierten Wein und Wassergläsern und ließ das Gold des Bestecks aufblitzen.

Wer seinen Platz suchte, entdeckte die Details erst nach und nach. Auf jedem Bastuntersetzer stand weißes Porzellan, rechts und links davon das goldene Besteck. Auf dem Teller lag eine Leinenserviette, gehalten von einem zarten Goldring. Darauf eine frische Zitrone mit dem Namensschild des Gastes. Menü- und Getränkekarten lagen über die Tafeln verteilt und dazwischen standen bereits die Etageren mit den Vorspeisen. So wurde das Essen selbst ein Teil des Tischbildes.
Zwischen Kerzen, Zitronen und Olivenzweigen standen kleine mediterrane Vorspeisen bereit, von denen sich die Gäste später direkt am Tisch bedienen konnten. Kein klassisches Vorspeisenbuffet irgendwo am anderen Ende des Zeltes. Alles war da, mitten auf der Tafel und mitten im Gespräch. Im Hintergrund spielte DJ Benedikt leichte Loungemusik. Gläser wurden gefüllt, die
letzten Plätze gefunden und langsam kehrten die Gespräche aus dem Garten an den
langen Tafeln wieder zurück.

Erst wurde geredet, dann gegessen

Bevor die Vorspeisen eröffnet wurden, standen Braut und Bräutigam auf und richteten einige Worte an ihre Gäste. Es wurde gelacht, applaudiert und zwischendurch auch ein wenig emotional. Danach übernahm der Trauzeuge. Seine Rede hatte von allem etwas. Persönliche Erinnerungen, kleine Geschichten und genau die richtige Portion Humor. Immer wieder brach an den Tafeln Gelächter aus, dann hörten alle wieder gespannt zu. Am Ende gab es großen Applaus.
Und dann durften endlich auch die Etageren geplündert werden. Schälchen wurden weitergereicht, hier nahm sich jemand noch eine Kleinigkeit, dort wurde probiert und geteilt. Die Gäste blieben sitzen, redeten weiter und bedienten sich einfach an dem, was direkt vor ihnen auf den Tafeln stand.


Genau darin liegt für mich der Charme eines Tischbuffets auf langen Tafeln. Das Essen unterbricht den Abend nicht, sondern wird ein Teil davon. Man reicht sich etwas über den Tisch, probiert, teilt und kommt dabei ganz automatisch miteinander ins Gespräch. Später duftete es vom Grillbuffet herüber. Dort wurden die Hauptspeisen frisch zubereitet, bevor zum Abschluss noch einmal das Dessertbuffet lockte.
Währenddessen brannten die Kerzen auf den Tafeln weiter. Draußen wurde das Licht langsam weicher, im Zelt spiegelten sich die Flammen in den Gläsern und über den Tischen lag dieses Stimmengewirr aus Gesprächen und Lachen, das entsteht, wenn längst niemand mehr darauf schaut, wie spät es eigentlich ist.
Und plötzlich war die Tanzfläche eröffnet
Noch saßen die Gäste an den langen Tafeln, als sich Lena und Maximilian dem Dinnerzelt näherten. Im selben Moment wurde die Musik aufgedreht. Durch den Hintereingang kamen die beiden tanzend direkt auf die Tanzfläche. In den Händen hielten sie geöffnete Champagnerflaschen, aus denen die Fontänen in die Höhe sprühten. Eben noch Dinner und Gespräche, jetzt laute Musik, Champagner und jubelnde Gäste.
Und Oleg, eigens aus Mallorca eingeflogen, war mit seinem Saxophon sofort mittendrin. Die ersten Gäste hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen. Innerhalb weniger Minuten füllte sich die Tanzfläche, Gläser wurden noch schnell abgestellt und aus dem Dinner wurde eine Hochzeitsparty.

Eine Sommernacht unter Lichterketten
Mit der Dämmerung verlagerte sich die Feier immer mehr nach draußen. Die Lichterketten, die vom Dinnerzelt bis in die alten Bäume gespannt waren, leuchteten jetzt über der Tanzfläche. Darunter wurde getanzt, während Oleg mit seinem Saxophon mitten zwischen den Gästen spielte. Die Bar, an der man sich schon nach der Trauung getroffen hatte, wurde auch jetzt immer wieder zum Anlaufpunkt. Ein Drink, ein Gespräch, kurz verschnaufen und dann zurück auf die Tanzfläche. Je dunkler es wurde, desto schöner wirkte das Licht zwischen den Bäumen. Später zog leichter Nebel über die Tanzfläche und fing die Lichter ein. Darüber die Lichterketten, rundherum die alten Bäume und mittendrin eine Tanzfläche, die sich längst nach Sommernacht anfühlte.
Als ich mich am Abend verabschiedete, wurde noch immer getanzt. An der Bar standen Gäste mit ihren Gläsern zusammen, unter den Bäumen wurde geredet und gelacht und von der Tanzfläche kamen Musik und Saxophon bis weit in den Garten. Ich ging mit dem Gefühl, dass dieser Abend und diese Nacht noch lange nicht zu Ende waren.

WEDDING GUIDE

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Über Elke Nehring von
First Weddingplanner
Elke Nehring ist seit vielen Jahren als stilsichere Hochzeitsplanerin in NRW und Deutschland tätig. Sie kreiert mit viel Eleganz unvergessliche Feste.
Als Hochzeitsexpertin ist sie eine wichtige Ressource für WHITE WEDDING - The Blog. Mit ihren Hochzeitsinspirationen setzt sie neue Maßstäbe.
Webseite: www.first-weddingplanner.de Mail: office@first-weddingplanner.de
Telefon: +49 (0) 160 - 96 49 88 07
CREDITS: Hochzeitsplanung & Konzept: Elke Nehring | @first_weddingplanner
Assistenz Hochzeitsplanung: Anna Noth | @miyabiweddings
Fotografie: Gülten | Liebesbande Fotografie | @liebesbande_fotografie
Dekoration & Ausstattung: FantasTisch | @fantastisch_events
Freie Trauung: Katrin Nalobin | pretty words | @prettywords_freietrauungen
Live Musik: Karo Fruhner | @karo_skala
Saxophon: Oleg | @oleg_saxophonist
DJ | Benedikt Duerr
Brautstyling: Sarah Bonzelet | @sarah.schminkt
Kinderbetreuung & Kinderanimation: Lurchilu | @lurchilu.events4kids
Zelt | @freetent_stretchzelte





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